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20/05/2022
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09/06/2022- Die Arbeiten zur Urbarmachung: Bodenlockerung und Tiefpflügen
Die erste Gruppe umfasst alle jene Bearbeitungen, deren Ziel die Urbarmachung eines Bodens ist, auf dem noch nie etwas angebaut wurde oder der viele Jahre lang nicht bearbeitet wurde.
Die Bearbeitungen, um die es geht, sind die Bodenlockerung und das Tiefpflügen: voneinander verschieden doch mit gemeinsamen Eigenschaften.
Die Bodenlockerung wird nach einer Bodenreinigung ausgeführt, also auf Brachland oder Boden, auf dem noch nie etwas angebaut wurde. Bei diesem Vorgang wird der kompakte Boden bis zu einer Tiefe aufgebrochen, die von einem halben Meter bis zu 150 cm reicht. Zum Lockern des Bodens werden von landwirtschaftlichen Zugmaschinen gezogene Pflüge verwendet, auch wenn ab und zu Bagger eingesetzt werden können.
Tiefpflügen dagegen bedeutet, einen Boden zu bearbeiten, auf dem bereits Anbau betrieben wurde. Das Ziel ist es, die Weichheit des Bodens zu steigern, um dafür zu sorgen, dass die Wurzeln sich leicht in der Tiefe ausbreiten können.
Das Tiefpflügen kann mit verschiedenen Techniken erfolgen: mit Löchern, Gräben oder auf dem gesamten Feld. Die Entscheidung hängt von den Anforderungen und der zu erreichenden Tiefe ab, die normalerweise um 80 cm bis 100 cm beträgt.
- Pflügen, Fräsen und Einebnen
Das Pflügen ist die Bodenbearbeitungstechnik, deren Ziel es ist, den Boden zu zerteilen und umzukehren, so dass die Oberfläche unter den Boden gebracht wird und umgekehrt. Es handelt sich um einen sehr wichtigen Schritt, vor allem wenn es um sehr kompakte oder jahrelang brachliegende Böden geht. Denn wenn ein Boden nicht gepflügt wird, besteht die Gefahr, nur im oberen Teil zu arbeiten, ohne in die Tiefe zu gehen. Häufig wird die Wirkung des Pflügens durch die Technik der Gründüngung unterstützt, d. h., durch eine Anbaupraxis, die darin besteht, zum Zweck der Erhaltung oder Steigerung der Fruchtbarkeit des Bodens eigens gepflanzte Kulturen unterzugraben. Das Pflügen kann unter Einsatz spezifischer Maschinen erfolgen, von denen jede ihre Besonderheiten hat, die an den jeweiligen Boden angepasst werden können.
Das Fräsen des Bodens ist eine Bearbeitung mit dem Zweck, die Erdschollen zu zerkleinern undden Boden umzugraben. Sollte der Boden weich sein, ist es vor allem für bestimmte Anbautypologien möglich, das Pflügen zu überspringen und den Boden direkt zu fräsen. Das Fräsen erfolgt kurz vor dem Einpflanzen der Gemüsesorten und hat das Ziel, den Boden aufnahmebereit zu machen, damit das Wachstum der Jungpflanzen so perfekt wie möglich verläuft.
Der letzte Schritt ist das Einebnen des Bodens, das dazu beiträgt, Staunässe durch Unebenheiten oder Bodensenkungen zu vermeiden.
- Die Aussaat
Der Samen wird mit verschiedenen Spezifizitäten für jede Art in den Boden eingebracht: Art und Weise, Tiefe, Abstand, Typ der Produktionen und Klimabedingungen.
Heute erfolgt die Aussaat maschinell unter Einsatz von Sämaschinen. Diese bestehen aus einem Saatbehälter, Verteilerorganen und Rillenziehern, wobei die letzteren für das Vergraben sorgen.
Für viele Kulturen ist die gängigste Aussaat die in Reihen: in diesem Fall haben die Sämaschinen versetzte Zylinder oder Saatrollen, die die Rillenzieher an elastischen Schläuchen tragen.
Es gibt auch Präzisionssämaschinen, die es gestatten, den Samen durch Unterdruck in den Öffnungen einer Verteilerscheibe zu halten, die diese dann in regelmäßigen Abständen aussähen kann.
