
INSTANDHALTUNG VON GOLFPLÄTZEN
28/04/2022
DIE INSTANDHALTUNG VON LANDWIRTSCHAFTLICHEN MASCHINEN
13/05/2022Die Arbeiten im Weinberg kennen keine Pause: Jahreszeit um Jahreszeit wechseln die Tätigkeiten und begleiten sämtliche Phasen der Vegetationsperiode der Weinstöcke. Jahr um Jahr wiederholt sich im Weinberg alles zyklisch: März bis Oktober sind dabei die intensivsten Phasen, auf die die Ruhezeit von November bis Februar folgt.
Heute werden wir von den Arbeiten sprechen, die Monat für Monat im Weinberg anfallen, um dafür zu sorgen, dass die Pflanzen hervorragende Trauben hervorbringen, die zuerst im Weinkeller und dann im Glas im Geschmack und Duft des Weines zum Ausdruck kommen. Die Zeiten können abhängig von Breitengrad, Rebsorte und Jahrgang ein wenig variieren.
- Die Bewirtschaftung des Bodens im Weinberg
Die Bodenbewirtschaftung umfasst zahlreiche Anbautechniken, die abhängig vom Weingebiet zum Einsatz kommen und das Ziel haben, Beikräuter im Schach zu halten, die physikalischen und biologischen Eigenschaften des Bodens zu verbessern und das vegetative/produktive Gleichgewicht des Weinstocks positiv zu beeinflussen. Im Allgemeinen handelt es sich um folgende Techniken:
- Bodenbearbeitungen: Diese erfolgen mittels Maschine, es werden Roder, Hackmaschinen, Fräsen und Eggen verwendet. Sie dienen dazu, Dünger einzuarbeiten, Beikräuter zu beseitigen und den Wasserhaushalt des Bodens zu kontrollieren;
- Nichtbearbeitung: Die Nichtbearbeitung ist eine Technik, die anhand der chemischen Kontrolle der Beikräuter auf der gesamten Weinbergfläche zum Einsatz kommt. Zu den positiven Aspekten zählen niedrigere Ausführungskosten und die Einsparung von Arbeitsstunden.
- Begrünung: Diese besteht im Erzielen einer Pflanzendecke aus Gras im jeweiligen Bereich des Weinbergs mittels spontan wachsenden oder gesäten Gräsern. Die Bewirtschaftung mit Begrünung umfasst häufiges Mähen, Bewässerungen und zusätzliche Düngungen. Positive Aspekte der Begrünung sind zum Beispiel die Eindämmung von Erosion im Fall von Hanglagen, die Möglichkeit, auch bei schwierigen Wetterbedingungen mit Traktoren in den Weinberg fahren zu können und die Verringerung von Problemen durch Wasserstau.
- Die jahreszeitlichen Arbeiten im Weinberg
Wenn wir mit Januar beginnen, so ist die erste Tätigkeit der Winterschnitt im Weinberg, der bis März andauert, doch bereits im November bzw. Dezember begonnen werden kann. Dies betrifft sowohl die produktiven Weinstöcke als auch jüngere Pflanzen. Für die produktiven Pflanzen dient der Trockenschnitt auf der einen Seite dazu, das richtige Gleichgewicht zwischen Traubenproduktion und Vegetation (d. h., Blätter und Triebe) zu finden, auf der anderen dazu, dafür zu sorgen, dass die Pflanzen Menschen, Ausrüstungen und Maschinen bei allen Arbeiten im Weinberg nicht behindern.
Schon im März kann beim Austreiben der Weinstöcke mit einigen Grünschnittarbeiten auf den produktiven Pflanzen begonnen werden.
Von April bis Juni muss man sich um die Bodenbearbeitung im Weinberg kümmern, also all jene Arbeiten, mit denen man die Kräftigkeit der Weinstöcke und die Qualität der Trauben unter Kontrolle hält, Beikräuter ferngehalten, die Bodeneigenschaften erhalten und verbessert werden und das Bewegen im Weinberg für Menschen und Maschinen erleichtert wird.
Im August beginnt im Weinberg die Lese, die bis Oktober dauern kann: Sie ist der Höhepunkt der Arbeiten im Weinberg, der Moment, die Früchte der ganzen Mühe der vergangenen Monate zu ernten. Die Weinlese nimmt neben dem Rebschnitt den Großteil der Zeit (und der Kosten) jedes Winzers in Anspruch. Wie der Rebschnitt kann auch die Lese von Hand oder mechanisch erfolgen und im ersten Fall ist immer die Rebenschere das ideale Instrument, um den Stengel der Trauben zu durchschneiden.
Am Ende der Weinlese, zwischen November und Dezember, verlieren die Blätter der Weinstöcke das Chlorophyll, um dann abzufallen und die Pflanzen treten in die Phase der Winterruhe ein. Dies ist der Moment, die Weinstöcke vor der Kälte zu schützen, während man am Jahresende einen neuen Jahrgang einweihen kann, indem mit dem Winterschnitt begonnen wird.
- Das Hacken zwischen den Rebzeilen
Die Hackmaschine für Rebzeilen kommt zum Einsatz, um den Boden zu bearbeiten, insbesondere zum Zerkleinern und Mischen der oberen Bodenschichten.
Unter dem Begriff Fräsen versteht man den Schritt, der die Vorbereitung eines bestimmten Bodens vorsieht, um eine bessere Ernte zu erzielen Dieser Vorgang ist unter Einsatz eigens dafür vorgesehener Landmaschinen möglich, wie zum Beispiel Hackmaschinen . Für kleine Grundstücke ist ein Fräsen von Hand möglich, während bei kompakten Böden eine Spitzhacke empfohlen wird. Mit breiter und abgerundeter Spitze dagegen bearbeitet man mittelschwere Böden.
- Begrünung des Weinbergs
Die Begrünung des Weinbergs ist eine wirksame Technik, die eingesetzt werden kann, um zwischen den Rebzeilen eine Grasdecke wachsen zu lassen. Sie erfolgt alternativ zur traditionellen Bodenbearbeitung zwischen den Rebzeilen, die in jedem Fall eine sehr gängige Methode für die Pflege des Bodens im Weinbau bleibt.
Die Begrünung ist mittlerweile recht verbreitet, vor allem in stärker von Regen betroffenen Gebieten, um die Weinberge mit Hanglage vor Bodenerosion zu schützen. Sie wurde speziell in Norditalien eingesetzt, doch hat sich auch in anderen Gebieten entwickelt, und zwar neben dem Schutz des Bodens auch als System zur Regulierung der Produktivität der Weinstöcke. Um mehr darüber zu erfahren, wie in dieser spezifischen Lage der Grasschnitt erfolgt, lesen Sie diese News.
